Der McMurtry Spéirling ist kein gewöhnliches Auto. Er ist nicht einfach ein weiterer Supersportwagen in der Reihe unzähliger Performance-Fahrzeuge. Dieses elektrisch angetriebene Hypercar wurde entwickelt, um Grenzen zu verschieben – nicht nur in Bezug auf Geschwindigkeit und Beschleunigung, sondern auch hinsichtlich Technologie, Innovation und der Vision von Motorsport der Zukunft. Wenn du auf der Suche nach dem puristischsten Ausdruck von Ingenieurskunst gepaart mit radikaler Effizienz bist, dann ist der Spéirling genau das Fahrzeug, das dich faszinieren wird.

Der Ursprung: Warum McMurtry einen neuen Weg geht
McMurtry Automotive ist ein relativ junger britischer Fahrzeughersteller, doch schon jetzt sorgt das Unternehmen für großes Aufsehen. Der Name Spéirling bedeutet auf Irisch „Gewittersturm“, und genau dieses Bild passt zu dem Fahrzeug, das mit seiner Performance buchstäblich alles hinwegfegt. Entwickelt wurde der Spéirling mit einem klaren Ziel: den Motorsport neu zu definieren – mit emissionsfreier Technologie, aber ohne Kompromisse bei der Leistung.
Der Gründer des Unternehmens, Sir David McMurtry, selbst ein erfahrener Ingenieur, erkannte früh das Potenzial der Elektromobilität im Hochleistungsbereich. Statt sich an bestehenden Plattformen zu orientieren, entschied sich das McMurtry-Team, ein völlig neues Fahrzeug zu entwickeln, das nicht nur straßentauglich sein kann, sondern vor allem auf der Rennstrecke zeigen soll, was heute technisch möglich ist.
Die Maße eines Go-Karts – die Power eines Raketenautos
Der erste Blick auf den Spéirling überrascht dich womöglich: Er wirkt kompakt, beinahe zierlich, erinnert eher an einen Formelrennwagen als an ein traditionelles Hypercar. Doch genau hier liegt das erste große Geheimnis seiner Performance. Mit einer Länge von rund 3,70 Metern und einer Breite von nur 1,78 Metern ist der Spéirling extrem schmal und kurz gebaut – und das mit einem Leergewicht von unter 1.200 Kilogramm. Zum Vergleich: Ein typischer Supersportwagen wiegt oft mehr als das Doppelte.
Doch dieser kompakte Aufbau ist kein Nachteil – im Gegenteil. Er sorgt dafür, dass das Fahrzeug eine unfassbare Agilität besitzt. Gepaart mit dem enormen Abtriebssystem, auf das wir gleich noch eingehen, verwandelt sich der Spéirling auf der Rennstrecke in eine Kurvenrakete, die mit beispielloser Präzision durch enge Passagen schießt.
Die Beschleunigung: jenseits des Vorstellbaren
Wenn du glaubst, du hättest bereits schnelle Fahrzeuge erlebt, dann wird dich der Spéirling eines Besseren belehren. Der elektrische Allradantrieb liefert über 1.000 PS auf ein Fahrzeug, das kaum mehr wiegt als ein Stadtwagen. Die Beschleunigungswerte sind so spektakulär, dass sie selbst Formel-1-Fahrzeuge alt aussehen lassen: In unter 1,55 Sekunden katapultiert sich der Spéirling von 0 auf 100 km/h – und das völlig lautlos.
Diese Beschleunigung ist nicht nur das Ergebnis roher Leistung, sondern auch einer innovativen Technologie, die es so in keinem anderen Fahrzeug gibt. Statt auf konventionellen aerodynamischen Anpressdruck zu setzen, nutzt der Spéirling ein aktives Fan-System, das wie bei historischen Rennwagen (z. B. dem Chaparral 2J oder dem Brabham BT46B) für maximalen Unterdruck unter dem Fahrzeug sorgt.
Das Ventilator-System: Der Schlüssel zum extremen Abtrieb
Einer der revolutionärsten Aspekte am Spéirling ist das sogenannte Fan System, ein elektrisch betriebenes Gebläse, das unter dem Auto einen Unterdruck erzeugt. Dadurch wird das Fahrzeug förmlich an den Asphalt gesogen. Der Abtrieb ist sofort verfügbar – unabhängig von der Geschwindigkeit. Während herkömmliche Hypercars bei 250 km/h und mehr aerodynamisch genügend Abtrieb erzeugen, ist der Spéirling bereits im Stand fahrdynamisch „geerdet“. Das Ergebnis ist ein Fahrverhalten, das du als Fahrer so noch nie erlebt hast: ein Grip-Niveau, das Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht, die mit dem menschlichen Gleichgewichtssinn beinahe unvereinbar erscheinen.
Das Fan-System arbeitet mit einer Leistung von 80 PS allein für den Unterdruck – ein Aufwand, der sich mehr als auszahlt. Auf der legendären Bergstrecke von Goodwood hat der Spéirling 2022 einen neuen Rekord aufgestellt: Mit einer Zeit von nur 39,08 Sekunden war er schneller als jeder andere Wagen zuvor. Dieser Erfolg war nicht nur eine Machtdemonstration, sondern auch ein Beweis für das Potenzial elektrisch betriebener Hochleistungsfahrzeuge.

Die Batterie: Maximale Leistung bei minimiertem Gewicht
Die Batterie des Spéirling wurde speziell entwickelt, um die extremen Anforderungen dieses Fahrzeugs zu erfüllen. Sie ist so platziert, dass der Schwerpunkt des Fahrzeugs optimal bleibt, was die Stabilität in Kurven zusätzlich verbessert. Trotz der beeindruckenden Leistung bleibt die Batterie leicht genug, um das Gesamtgewicht des Fahrzeugs niedrig zu halten. Die Reichweite ist zwar nicht für Langstrecken gedacht – der Spéirling ist ein reines Tracktool – doch für ein intensives Rennen oder eine Serie von Runden auf dem Rundkurs reicht sie problemlos.
Wenn du also vorhast, mit dem Spéirling regelmäßig auf die Rennstrecke zu gehen, wirst du schnell merken, dass die Ladezeiten ebenso gut durchdacht sind. Das Batteriesystem kann schnell wieder aufgeladen werden, sodass du ohne lange Wartezeiten zurück auf die Strecke kannst. Die Kühlung ist aktiv und wurde so konzipiert, dass selbst bei maximaler Belastung die Performance konstant hoch bleibt.
Das Fahrerlebnis: Wie ein Jet auf vier Rädern
Der Innenraum des Spéirling ist minimalistisch – und das ganz bewusst. Du sollst dich auf das Wesentliche konzentrieren: die Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Statt luxuriösem Komfort findest du hier ein puristisches Cockpit mit Racing-Lenkrad, Bildschirm zur Überwachung der Fahrdaten und ein auf den Fahrer zentriertes Layout. Jeder Zentimeter wurde auf Gewichtsersparnis und Funktionalität getrimmt.
Sobald du den Startknopf drückst, beginnt eine Erfahrung, die du nicht mehr vergessen wirst. Keine Vibrationen, kein Dröhnen, keine Kupplung – und doch eine Kraft, die dich in den Sitz presst, als wärst du in einem Kampfjet unterwegs. Die Geräuschkulisse ist futuristisch, das Handling messerscharf, und das Vertrauen, das das Auto dir gibt, erlaubt es dir, deine Grenzen immer weiter zu verschieben.
Legal auf der Straße? Eine Perspektive
Derzeit ist der McMurtry Spéirling ein reines Track-Fahrzeug, doch es gibt Überlegungen, eine straßenzugelassene Variante zu bauen. Für dich als potenzieller Käufer bedeutet das: In naher Zukunft könnte es möglich sein, ein Fahrzeug mit Formel-1-Performance und futuristischem Design auch im öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen – ein Versprechen, das nicht viele Hersteller geben können.
Ein straßenzugelassener Spéirling müsste allerdings angepasst werden, insbesondere was Lichttechnik, Geräuschentwicklung und Sicherheitsausstattung betrifft. Dennoch hat McMurtry bereits signalisiert, dass großes Interesse besteht, dieses Erlebnis auch außerhalb von Rennstrecken zugänglich zu machen – für einen sehr exklusiven Kreis von Fahrern.
Die Zukunft des Hypercars beginnt jetzt
Der McMurtry Spéirling ist mehr als ein technisches Experiment. Er ist ein Versprechen für die nächste Generation des Motorsports – nachhaltig, effizient und zugleich radikal leistungsstark. Wenn du auf der Suche nach einem Hypercar bist, das nicht nur schneller, sondern auch intelligenter ist, dann führt kein Weg an diesem Fahrzeug vorbei.
In einer Zeit, in der viele Hersteller auf Massentauglichkeit und Kompromisse setzen, geht McMurtry einen anderen Weg. Der Spéirling zeigt, was möglich ist, wenn Visionäre ohne Einschränkungen arbeiten können. Er ist der Inbegriff eines neuen Denkens – ein Fahrzeug, das nicht nur schnell, sondern revolutionär ist. Für dich als Liebhaber echter Ingenieurskunst ist der McMurtry Spéirling vielleicht genau das, was du dir immer gewünscht hast: ein Auto, das den Horizont nicht nur verschiebt, sondern sprengt.